Spokenword-Reihe in Winterthur

In Winterthur gibt es ein neues SpokenWord Projekt! In der Villa Sträuli soll es ab Januar 2009 einmal monatlich ein SpokenWord Abend geben: die Bühne gehört jeweils einem Poeten, welcher sein Repetoir zum Besten geben kann. Mutig ist das Finanzierungskonzept: die Projektleiterin Sabine Gysi, hauptberuflich Medienverantwortliche beim Zürcher Jazzklub Moods, sucht 600 (!) Mini-Mäzene, welche das Projekt mit je fünfzig Franken unterstützen. Weniger gelungen ist der Name der Reihe: Salonpalaver. Das Wort “Palaver” hat eine zu negative Konnotation und klingt zu fest nach dahinplätscherndes Blabla, dabei ist ja die Idee, SpokenWord-Künstler mehr Platz einzuräumen, als die berühmten sechs Minuten an Poetry Slams wunderbar. In Zürich findet übrigens am 10. Oktober im Maiers eine ähnliche Veranstaltung statt: drei Performance Poeten präsentieren ihre Texte, ohne Contest, dafür in abendfüllendere Länge. Mit dabei sind Franzobel (Wien), FIVA MC (München) und Patrick Savolainen. Zu hoffen ist, dass diese Bestrebungen hin zu SpokenWord-Abende anhält und die Veranstalter auch das Publikum überzeugen können, dass es auch ohne Wettbewerb geht. In Deutschland funktioniert das schon prächtig!

One Response to “Spokenword-Reihe in Winterthur”

  1. Interview im Kulturmanagement Blog « Salonpalaver Says:

    [...] “Bodeständigi Choscht”: Salonpalaver jenseits des Fördermainstreams (heute) > rubikon: Spokenword-Reihe in Winterthur (24. August) > Tagebuch des Kulturministers Dominik Riedo, 342. Amtstag (21. [...]

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